3 häufige Fehler beim Kauf einer Motorradjacke und wie du sie vermeidest
Eine Motorradjacke ist mehr als nur ein Kleidungsstück. Sie soll dich bei Wind und Wetter schützen, im Falle eines Sturzes möglichst viel Sicherheit bieten und gleichzeitig bequem genug sein, damit du auch nach mehreren Stunden auf dem Motorrad noch entspannt unterwegs bist.
Trotzdem passieren beim Kauf immer wieder die gleichen Fehler. Wir zeigen dir 3 typische Fehler beim Kauf einer Motorradjacke und worauf du stattdessen achten solltest.
1. Die Motorradjacke wird nach der normalen Kleidergrösse gekauft
„Ich trage normalerweise L, also nehme ich bei der Motorradjacke auch L.“ Das klingt logisch, funktioniert aber nicht immer. Eine Motorradjacke wird für eine sitzende Position auf dem Motorrad entwickelt. Ärmel, Rücken und Schultern müssen deshalb anders geschnitten sein als bei einer normalen Freizeitjacke.
Besonders wichtig:
Die Ärmel dürfen beim Fahren nicht zu kurz sein.
Die Schultern müssen genügend Bewegungsfreiheit haben.
Der Rücken sollte auch in leicht nach vorne gebeugter Position ausreichend bedeckt sein.
Protektoren müssen an der richtigen Stelle sitzen.
Die Jacke darf nicht so weit sein, dass die Protektoren verrutschen.
Unser Tipp
Probiere eine Motorradjacke möglichst in der Fahrposition an. Noch besser: Setz dich auf dein Motorrad und überprüfe, ob Ärmel, Schultern und Rücken auch dann richtig sitzen.
Achte ausserdem darauf, ob du darunter noch ein Baselayer oder einen Pullover tragen möchtest.
Die richtige Grösse ist nicht die, in der du gerade noch hineinkommst – sondern die, in der die Jacke beim Fahren richtig sitzt.
2. Sicherheit wird dem Design untergeordnet
Eine Motorradjacke darf natürlich gut aussehen. Schliesslich möchte niemand in einer Jacke unterwegs sein, die einem überhaupt nicht gefällt. Aber beim Motorradfahren sollte die Optik nicht das wichtigste Kaufkriterium sein.
Achte unter anderem auf:
CE-Kennzeichnung
passende Schulter- und Ellenbogenprotektoren
möglichst einen Rückenprotektor bzw. eine entsprechende Nachrüstmöglichkeit
abriebfeste Materialien
stabile Verbindungen und Verschlüsse
eine gute Passform der Protektoren
Auch bei einer hochwertigen Jacke gilt: Ein Protektor bringt nur dann etwas, wenn er dort bleibt, wo er hingehört. Deshalb solltest du nicht nur prüfen, ob Protektoren vorhanden sind. Entscheidend ist auch, ob sie bei deiner Körperform und deiner Sitzposition korrekt sitzen.
Sicherheit und Komfort gehören zusammen
Eine Jacke, die extrem steif oder unbequem ist, wird schnell zur Belastung. Eine gute Motorradjacke verbindet deshalb Schutz, Bewegungsfreiheit und Tragekomfort.
3. Eine Jacke wird nur für das aktuelle Wetter gekauft
20 Grad, Sonnenschein – also eine leichte Sommerjacke. Das kann funktionieren. Aber was passiert morgens bei 12 Grad? Oder wenn auf der Rückfahrt plötzlich Regen einsetzt? Wer eine Motorradjacke kauft, sollte überlegen, wann und wie die Jacke eingesetzt wird.
Für Tourenfahrer
Hier können beispielsweise herausnehmbare Thermofutter oder wasserdichte Membranen interessant sein.
Für den Sommer
Eine gut belüftete Jacke mit grosszügigen Belüftungsöffnungen kann bei hohen Temperaturen deutlich angenehmer sein.
Für wechselhaftes Wetter
Eine Kombination aus Belüftung, wasserdichter Membran und herausnehmbarem Innenfutter bietet mehr Flexibilität.
Die beste Motorradjacke ist deshalb nicht automatisch die teuerste oder technisch aufwendigste, sondern diejenige, die zu deinem Einsatzbereich passt.
Bonus: 5 Fragen vor dem Kauf
Bevor du eine Motorradjacke kaufst, solltest du dir diese fünf Fragen stellen:
1. Wann fahre ich hauptsächlich? Sommer, Frühling/Herbst oder das ganze Jahr?
2. Fahre ich kurze Strecken oder lange Touren? Für eine 30-Minuten-Fahrt gelten andere Anforderungen als für eine mehrtägige Motorradtour.
3. Welche Kleidung trage ich darunter? Plane ausreichend Platz für Baselayer oder zusätzliche Kleidung ein.
4. Sitzen die Protektoren wirklich richtig? Nicht nur im Stehen testen – unbedingt in Fahrposition.
5. Passt die Jacke zu meinem Motorrad und meinem Fahrstil? Touring, Naked Bike, Adventure, Sport oder Cruiser stellen unterschiedliche Anforderungen an Schnitt und Ausstattung.
Fazit
Beim Kauf einer Motorradjacke solltest du dich nicht nur vom Aussehen oder vom Preis leiten lassen.
Die drei grössten Fehler sind:
1. Die Jacke nur nach der normalen Kleidergrösse auswählen.2. Sicherheit und Protektorensitz zu wenig beachten.3. Die Jacke nicht auf den tatsächlichen Einsatzbereich abstimmen.
Nimm dir beim Anprobieren etwas Zeit. Eine gute Motorradjacke sollte sich sicher, bequem und natürlich anfühlen – auch dann, wenn du tatsächlich auf dem Motorrad sitzt. Bei BikerFashion.ch findest du Motorradbekleidung für unterschiedliche Fahrstile und Einsatzbereiche, von Sommerjacken bis zu Touring- und Allwetterlösungen.
Denn gute Motorradbekleidung soll nicht nur gut aussehen. Sie soll mit dir fahren.

_edited_edited.png)



