Motorradkleider aus Textilien. Unterschiede und die richtige Pflege
- 3. Juni
- 2 Min. Lesezeit
Moderne Motorradkleider aus Textilien erfreuen sich bei Motorradfahrern immer grösserer Beliebtheit. Sie bieten eine hervorragende Kombination aus Komfort, Schutz, Wetterbeständigkeit und Funktionalität. Doch welche Unterschiede gibt es bei den verschiedenen Materialien und wie pflegt man Textilbekleidung richtig, damit sie lange hält?
Warum Motorradkleider aus Textilien?
Im Vergleich zu Lederbekleidung sind Motorradkleider aus Textilien oft leichter, vielseitiger und besser für wechselnde Wetterbedingungen geeignet. Hochwertige Textilanzüge verfügen über wasserdichte Membranen, herausnehmbare Innenfutter und zahlreiche Belüftungsmöglichkeiten.
Vorteile von Textilbekleidung:
Hoher Tragekomfort
Geringeres Gewicht
Gute Wetterbeständigkeit
Oft wasserdicht und atmungsaktiv
Viele Taschen und Verstellmöglichkeiten
Ideal für Touring, Alltag und Reisen
Die wichtigsten Materialien bei Motorradkleidern aus Textilien
Polyester
Polyester gehört zu den am häufigsten verwendeten Materialien bei Motorradbekleidung.
Vorteile:
Leicht und flexibel
Kostengünstig
Wetterbeständig
Pflegeleicht
Nachteile:
Geringere Abriebfestigkeit als hochwertige Spezialfasern
Kürzere Lebensdauer bei starker Beanspruchung
Polyamid (Nylon)
Polyamid ist robuster als Polyester und wird häufig in höherwertiger Motorradbekleidung eingesetzt.
Vorteile:
Hohe Reiss- und Abriebfestigkeit
Gute Strapazierfähigkeit
Lange Lebensdauer
Nachteile:
Höherer Preis
Kann bei intensiver Sonneneinstrahlung schneller altern
Cordura®
Cordura ist eine speziell entwickelte Polyamidfaser und gilt als einer der Standards im Bereich Motorradschutzbekleidung.
Vorteile:
Sehr hohe Abriebfestigkeit
Robust und langlebig
Gute Widerstandsfähigkeit gegen Beschädigungen
Nachteile:
Etwas schwerer als andere Materialien
Höherer Anschaffungspreis
Aramidfasern (z. B. Kevlar®)
Aramidfasern werden häufig an besonders gefährdeten Stellen eingesetzt.
Vorteile:
Extrem hohe Abriebfestigkeit
Hitzebeständig
Sehr guter Schutz bei Stürzen
Nachteile:
Teurer als herkömmliche Textilien
Wird meist nur in Kombination mit anderen Materialien verwendet
Membranen – Schutz vor Wind und Wetter
Viele hochwertige Motorradkleider aus Textilien verfügen über spezielle Membranen.
Bekannte Systeme sind:
Gore-Tex®
Sympatex®
D-Dry®
Dryway®
Drystar®
Diese Membranen sorgen dafür, dass Regen draussen bleibt, während Feuchtigkeit vom Körper nach aussen transportiert wird.
Richtige Pflege von Motorradkleidern aus Textilien
Eine regelmässige Pflege verlängert die Lebensdauer und erhält die Schutzfunktion der Bekleidung.
Vor dem Waschen
Protektoren entfernen
Alle Reissverschlüsse schliessen
Klettverschlüsse schliessen
Pflegeetikett beachten
Waschen
Feinwaschmittel verwenden
Kein Weichspüler benutzen
Schonwaschgang bei 30 °C
Nicht mit stark verschmutzter Alltagskleidung zusammen waschen
Trocknen
An der Luft trocknen lassen
Keine direkte Sonneneinstrahlung
Nicht auf Heizkörper legen
Trockner nur verwenden, wenn vom Hersteller ausdrücklich erlaubt
Imprägnierung erneuern
Mit der Zeit verliert die Oberbekleidung ihre wasserabweisende Wirkung.
Eine neue Imprägnierung empfiehlt sich:
Nach mehreren Wäschen
Wenn Wasser nicht mehr abperlt
Vor Beginn der Motorradsaison
Spezielle Imprägniersprays oder Waschimprägnierungen helfen dabei, die Wetterschutzfunktion zu erhalten.
Wann sollten Motorradkleider ersetzt werden?
Auch hochwertige Motorradkleider aus Textilien haben eine begrenzte Lebensdauer.
Ein Austausch sollte geprüft werden bei:
Sturzschäden
Beschädigten Nähten
Defekten Reissverschlüssen
Rissen oder starkem Abrieb
Nicht mehr funktionierenden Protektoren
Alter von mehr als 7–10 Jahren bei regelmässiger Nutzung
Nach einem schweren Sturz sollte die Bekleidung grundsätzlich von einem Fachbetrieb überprüft oder ersetzt werden.
Fazit
Motorradkleider aus Textilien bieten heute ein sehr hohes Schutzniveau und überzeugen durch Komfort, Wetterbeständigkeit und Vielseitigkeit. Die Wahl des richtigen Materials, von Polyester über Cordura bis hin zu Aramidfasern, beeinflusst Schutzwirkung und Lebensdauer erheblich. Mit der richtigen Pflege und regelmässiger Imprägnierung bleibt die Bekleidung über viele Jahre hinweg ein zuverlässiger Begleiter auf jeder Tour.
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